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Bachelorthesis zu Heterogenität als Potenzial für eine Transformation städtischer Konflikträume
// bei Prof. Constanze Petrow und Prof. Jan Dieterle an der Hochschule Geisenheim University // Februar 2022
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Kulturen finden nicht nebeneinander, sondern mit-, durch- und ineinander statt. Der Raum als soziale und physische Größe steht nicht nur als Rahmung einen in direktem Bezug. Dadurch ergeben sich dynamische und vielfältige Begegnungen und Beziehungen. Freiräume als komplexe Kontaktzonen müssen diese bedeutungsvollen Begegnungen bewusst fördern. Eine Anerkennung von heterogenen Gesellschaftsrealitäten und dem durch Migration geprägten soziale Potential kann dazu beitragen, ethnische Diversität im urbanen Umfeld nicht weiterhin als Problem zu interpretieren.
Die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt über eine Sozialpolitik hinaus trägt zum Verstehen und Verbessern der täglichen Erfahrungen im öffentlichen Freiraum und zu dessen Qualität für alle maßgeblich bei.
Meine interdisziplinäre Thesis begreift Heterogenität als Potential um Handlungsmöglichkeiten für die Freiraumplanung zu entwickeln.
SCHWERPUNKTE DER FREIRAUMPLANERISCHEN ANALYSE
Ausgehend von der Annahme, dass Raum eine soziale Konstruktion ist, in der die physische gebaute Umwelt nur einer von vielen Faktoren darstellt, wird das soziale (Aus)Handeln von Akteur:innen ins Zentrum gerückt. Wie die räumliche Praxis und die Repräsentation des Raumes (mit Bezug auf Henri Lefebre) ineinander verzahnt sind, zeigt sich in der Performativität des sozialen Raumes.
Die Idee der Diverse City spannt den Bogen über die gesellschaftliche Ausdifferenzierung hin zu der Erfahrung von Vielfalt im Stadtraum. Sichtbarkeit und Teilhabe spielen an dieser Stelle eine große Rolle. Das Konzept der Transkulturalität soll die wesentlichen Aspekte der Vielfaltsdebatte für die Freiraumplanung handhabbar machen. Als Grundlage für die Planung und die generelle Gestaltung bedeutungsvoller Begegnungsräume dienen aktuelle Studien der Stadtforschung zu Conviviality.

Das letzte Kapitel bildet die freiraumplanerischen Möglichkeiten für eine beispielhafte Entwicklung der Wellritzstraße in Wiesbaden ab. Hier spielen insbesondere folgende Aspekte eine tragende Rolle:
Über die konkreten Ortspezifika werden hier abschliessend Toolkits herausgearbeitet, die für eine Gestaltung transkultureller Räume und städtische Transformationsprozesse von besonderer Relevanz sind. Diese sind wie thematische Bausätze gedacht, die als konkrete Handlungsempfehlungen modifizier- und übertragbar auf andere städtische Kontexte ist.
Im Rahmen der Thesis wurden Toolkits zur Förderung von bedeutungsvoller Begegnungsmöglichkeiten herausgearbeitet:
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